Januar 2019

Ihre Anleitung für die verschiedenen Rutschfestigkeitstests

Rutschfest und sicher im Bus – ohne Kompromisse

In Bussen hat die Sicherheit der Passagiere absolute Priorität. Damit in Zukunft das Unfallrisiko durch Ausrutschen noch weiter gesenkt werden kann, muss eine qualifizierte Bewertung der Rutschfestigkeit ein zentrales Element der Entscheidungen sein. Altro legt seit jeher großen Wert auf einen Mix unterschiedlicher Tests in Sachen Rutschfestigkeit, die wir an dieser Stelle gerne näher vorstellen möchten.

Für die Rutschfestigkeit gibt es verschiedene Testverfahren, die unterschiedliche Eigenschaften prüfen. Daher sind die Ergebnisse gemeinhin nur schwer zu vergleichen, jedoch nützlich bei ganzheitlicher Betrachtung. Am weitesten verbreitet ist das Begehungsverfahren auf der Schiefen Ebene nach DIN (oft auch Rampentest genannt) und der Pendeltest.

Begehungsverfahren auf der Schiefen Ebene nach DIN

Begehungsverfahren auf der Schiefen Ebene nach DIN 51130 liefert einen sogenannten R-Wert für den Neigungswinkel einer Ebene, ab der eine darauf stehende Person auf einem Bodenbelagmuster ins Rutschen gerät. Der Bodenbelag wird vorab mit Motoröl verunreinigt, und die den Test durchführende Person trägt Arbeitsschuhe mit Stollen. Die HSE-Arbeitssicherheits-Richtlinie relativiert daher selbst die Allgemeingültigkeit dieser Messwerte wie folgt:

"Wenn die Situation nicht dem Bereich entspricht, indem Sie den Bodenbelag installieren wollen, sind die Daten irreführend. Die Interpretation der erzeugten Daten stellt ein weiteres häufiges Problem dar. Jeder 'R'-Wert beinhaltet eine Reihe von möglichen Ergebnissen, wodurch es schwierig wird, zu entscheiden, wie rutschig ein Boden tatsächlich ist."1

Es ist außerdem wichtig zu wissen, dass der Rampentest nur auf Bodenbelägen vor deren endgültiger Installation durchgeführt werden kann. Deshalb kann ein Rampentest nicht dazu genutzt werden, die Rutschfestigkeit nach einer gewissen Nutzungsdauer zu messen oder zu überwachen, wie wirksam Reinigungsmethoden für den Erhalt der Rutschfestigkeit sind. Während eine R-Bewertung also einen guten Hinweis für die allgemeine Rutschfestigkeit des von Ihnen gewählten Bodenbelags bietet, ist es für eine zuverlässigere Interpretation besser, diese Werte in Verbindung mit einem Reibungsbeiwert oder dem Wert eines Pendelschlagtests zu betrachten.

Der Pendelschlagtest

Der Pendelschlagtest ist die für die HSE-Arbeitssicherheits-Bewertung bevorzugte Testmethode. Er prüft unter Bedingungen, in denen die meisten Rutschunfälle stattfinden. Ausserdem ist das Testgerät portabel.2 Die Portabilität bedeutet, dass der installierte Bodenbelag auf seine Rutschfestigkeit nach längerer Nutzungsdauer bzw. die Wirksamkeit der Reinigungsmethoden vor Ort geprüft werden kann. Der Pendeltest wurde entwickelt, um die Situation nachzubilden, an dem die meisten Unfälle durch Ausrutschen beginnen - nämlich wenn eine Ferse oder ein Schuhabsatz auf den Boden aufsetzt. Der Test wird normalerweise mit Wasser als Kontaminationsmedium durchgeführt, es können aber auch trockene Substanzen verwendet werden. Ein Pendeltestwert (PTV) bietet somit einen exakteren Anhaltspunkt der Rutschfestigkeit Ihres Bodenbelags, wobei ein PTV von 36 oder mehr eine Rutschgefahr von eins zu einer Million bedeutet.

Alle technischen Informationen für Altro Bodenbeläge geben einen R-Wert sowie einen Pendeltestwert (PTV) an, um die Rutschfestigkeit zu beschreiben. Wir sind stolz darauf, dass unsere Bodenbeläge derart ausgezeichnete Sicherheitsbewertungen erzielen und möchten Ihnen gegenüber diese herausragenden Eigenschaften für die von Ihnen gewählten Bodenbeläge so transparent wie möglich darstellen.

Posted: 15.01.2019 08:53:02 by Heather Mussett | with 0 comments