Die besten Reinigungs-Tipps für Sicherheitsbodenbeläge
in der Transportindustrie

Tips for cleaning transport safety flooring

Die korrekte und gründliche Reinigung macht einen wesentlichen Teil aus bei der Pflege von Sicherheitsbodenbelägen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihr Sicherheitsbodenbelag das Aussehen und die Leistung behält, die Sie sich wünschen.

Die gute Nachricht ist, dass eine effektive Reinigung ganz einfach ist. Wir haben einige Tipps entwickelt, die Ihnen helfen, Ihr eigenes Reinigungsprogramm zu erstellen oder mit denen Sie Ihren Kunden eine Anleitung bieten können, einschließlich einiger Spezialtipps zu Problemen mit Kaugummi und Graffiti.

Die Schritt-für-Schritt Anleitungen stehen Ihnen zum Download zur Verfügung. Unsere Anleitung zur manuellen Reinigung eignet sich ideal für die tägliche Anwendung sowie die monatliche Tiefen-Reinigung. Die Anleitung zur Dampfreinigung empfehlen wir für die umfangreiche Reinigung, welche mindestens alle drei Monate durchgeführt werden sollte. Zudem eignet sie sich für die Beseitigung von Verschmutzungen durch Verschüttetes (siehe richtige Ausrüstung).

Altro Sicherheitsbodenbeläge-Reinigungsanleitung-Manuell
 

Altro Sicherheitsbodenbeläge-Dampfreinigungsanleitung

Diese Richtlinien wurden entwickelt in Zusammenarbeit mit Delia Cannings, der Leiterin des Bereichs Ausbildung und Schulung bei der Environmental Excellence Training & Development Ltd.

1. Identifizieren Sie die Verschmutzung

Die Reinigung ist viel einfacher und effektiver, wenn Sie die Art der Verschmutzung auf Ihrem Boden kennen und anhand dessen die richtige Ausrüstung und das Reinigungsmittel auswählen können, um ihn loszuwerden.

In der Realität ist der Schmutz, den Sie entfernen wollen, meist eine Kombination verschiedener Arten. Der folgende Leitfaden hilft Ihnen herauszufinden, woraus der Schmutz besteht, damit Sie entscheiden können, wie er am besten beseitigt wird.

Material – oder Materie – ist entweder organisch oder anorganisch, je nachdem, woraus es besteht:

Organisch: Es gibt drei Arten von organischem Schmutz:

  • Lebende Materie wie Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen (winzige Tiere). Diese treten häufig in öffentlichen Transportmitteln auf, wo sich unter anderem auch Lebensmittelreste und Hautzellen finden.
  • Material, das zuvor Teil von etwas Lebendigem war, also zum Beispiel bei Lebensmitteln, aber auch Sägemehl und Gummireste. Es wird häufig an Füßen bzw. Schuhen mitgetragen.
  • Künstliche Materialien wie Plastikfragmente, Mineralöl, Farben und Klebstoffe. Man findet sie häufig nach Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Es ist wichtig zu wissen, ob der Schmutz organisch ist, denn dann ist er ein idealer Nährboden für Bakterien – der Sicherheitsfußboden muss dann desinfiziert oder dampfgereinigt werden.

Anorganisch: Hierbei handelt es sich um Schmutz, der aus Material besteht, das nicht Teil von etwas Lebendigem war und keinen Kohlenstoff enthält. Dazu gehören Glas, Salz und Rost.

Ob organisch oder nicht: Schmutz zeigt bestimmte Eigenschaften, wenn Sie versuchen, ihn zu reinigen:

Löslich: Hierbei handelt es sich um Schmutz, der sich in Wasser löst wie Zucker. Weil er sich auflöst, lässt er sich im Allgemeinen gut entfernen.

Nicht löslich: Diese Art von Schmutz wird Ihnen am häufigsten begegnen. Er löst sich nicht in Wasser und muss daher mit einem Reinigungsmittel entfernt werden. Beispiele sind unter anderem Öl und Hautreste.

Weitere Beispiele sind Plastiksplitter und Fäden. Diese würden allerdings in der ersten Reinigungsphase schon durch Fegen oder Staubsaugen beseitigt.

Nicht löslicher Schmutz kann fettig oder partikelförmig sein:

Fettig: Hierbei handelt es sich um Schmutz, der auf Oberflächen klebt und bei Berührung verschmiert. Dieser tritt häufig in Umgebungen mit Lebensmitteln auf, wird aber auch oft an den Füßen bzw. Schuhen in öffentliche Verkehrsmittel getragen.

Partikelförmig: Hierbei handelt es sich um Schmutz in Pulverform. Beispiele dafür sind Sand, Haut und kaputte Fasern.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie fettigen und partikelförmigen Schmutz in einer Kombination vorfinden, da pulveriger Schmutz auf jedem Fett kleben bleibt, mit dem er in Kontakt kommt.

Schleifpartikel: Hierbei handelt es sich um Schmutz, der eine Oberfläche verkratzen kann – wie zum Beispiel Sand oder Steinsalz.

Hartnäckig und klebrig: Hierbei handelt es sich um Schmutz, der auf einer Oberfläche kleben bleiben kann, beispielsweise Kaugummi oder Klebstoff.

Wie Sie sehen, gehören Materialien zu mehr als nur einer dieser Kategorien, da die eine beschreibt, woraus sie bestehen und die andere, wie sie sich verhalten: Zum Beispiel ist ein Behälter verschüttetes Salz anorganischer, partikelförmiger Schmutz, der aufgefegt oder aufgesaugt werden kann. Verschüttetes Salz auf einer nassen Oberfläche ist dagegen anorganischer, aber löslicher Schmutz, der weggewaschen werden kann.

2. Richtige Ausrüstung

Für die Auswahl der Ausrüstung spielt nicht nur die Größe und der Art des Bereichs eine Rolle, in dem Sie sich befinden, sondern auch die richtige Ausrüstung für die Art von Verschmutzung, die Sie beseitigen wollen.

Wenn Sie zum Beispiel organische Verschmutzungen wie Erbrochenes oder verschüttete Lebensmittel entfernen wollen, ist die Dampfreinigung am effektivsten, da die Temperatur des Dampfs bei der Entfernung der meisten Bakterien hilft.

Um Ihre Ausrüstung zu pflegen und so sicherzustellen, dass Sie damit keinen Schmutz oder Bakterien auf den zu reinigenden Boden übertragen, ist es sehr wichtig, die Ausrüstung nach jedem Gebrauch zu säubern. Das sollte fester Bestandteil des Gesamtprogramms sein.

Der erste Schritt jeder effektiven Reinigung ist das Auffegen oder Aufsaugen von partikelförmigem und/oder schleifendem bzw. scheuerndem Schmutz.

Manuelle Reinigung: Mit dem Mopp, Eimer und/oder Schrubber. Das ist am wirksamsten gegen den täglich beim Gehen hereingetragenen Schmutz und eignet sich ideal für eine tägliche Reinigung.

Für eine gründliche Reinigung und für das effektive Entfernen anderer Schmutzarten, vor allem von hartnäckigem/klebrigem oder fettigem Schmutz, reicht Wischen alleine nicht aus. Wichtig ist hier auch die Verwendung eines Schrubbers (siehe visuelle Anleitung ). Sie ist einer Hochdruckreinigung vorzuziehen, da diese den Schmutz verteilt und so die Beseitigung erschwert. Zudem besteht das Risiko, dass er sich auf Einbauten und Armaturen überträgt.

Zäher Schlamm muss mechanisch gelöst und anschließend durch Auffegen oder Aufsaugen entfernt werden, ehe eine nasse Reinigungsmethode angewendet werden kann (manuell oder Dampf).

Dampfreinigung: Mit einem mechanischen Dampfreiniger. Diese Methode ist sehr wirksam bei der Beseitigung von organischem Schmutz, da die Temperatur des Dampfs bei der Entfernung der meisten Bakterien hilft. Sie ist ideal für die Tiefenreinigung. Wie auch für die Reinigung von Bodenbelägen eignet sich die Dampfreinigung für die Reinigung von Tischplatten – vor allem für ‚vergessene‘ Bereiche wie Kanten, Absätze oder Unterseiten. Perfekt geeignet ist sie auch für Fensterrahmen. Da kein Reinigungsmittel eingesetzt wird, bleiben keine Rückstände zurück, die Flecken auf der Kleidung ahnungsloser Pendler hinterlassen können.

Tipp!
Zur effektiven Reinigung eines Bodenbelags rund um Tisch- und Sitzmöbelbeine und -füße verwenden Sie einen akku-betriebenen Schrubber mit kreisendem Kopf. Er löst den Schmutz mechanisch, der dann mit einem Wischmopp und Wasser gut entfernt werden kann.

3. Passendes Produkt und richtige Konzentration

Die Auswahl des richtigen Reinigungsmittels für die Verschmutzung, die Sie entfernen wollen, ist die einzige Lösung für eine effektive Reinigung.

Darüber hinaus ist es wichtig, es genau gemäß der Angaben des Herstellers zu verdünnen. Eine unzureichende Menge an Reinigungsmittel bedeutet eine weniger wirksame Reinigung. Zu viel Reinigungsmittel dagegen kann einen Film auf dem Bodenbelag hinterlassen, der das Risiko auszurutschen erhöht und Verschmutzungen anzieht – das wiederum fördert das Bakterienwachstum. Darüber hinaus ist es eine häufige Ursache für Flecken, Verfärbungen und Probleme durch chemische Beschädigungen wie das Zusammenschrumpfen des Bodens.

Die Wirkstoffe in Reinigungsmitteln lösen den Schmutz und halten ihn fest, sodass er während des Reinigens nicht erneut verteilt wird. Es ist wichtig, das Reinigungsmittel gemäß Herstellerangaben auf dem Bodenbelag einwirken zu lassen, damit es die beschriebene Wirkung erzielt. Die Reinigungsmittel unterscheiden sich dadurch, wie sauer oder basisch sie sind. Das wird anhand der pH-Skala gemessen, die von pH0 (extrem sauer) bis pH14 (extrem basisch) reicht.

Basisch: Ein Reinigungsmittel mit einem pH-Wert über 9,5 wirkt, indem es Fett löst und Schmutz emulgiert. Ein alkalischer Reiniger wie AltroClean 44™ eignet sich daher ideal für fettige und organische Verschmutzungen (z. B. Teer). Je basischer das Reinigungsmittel, desto wirksamer ist es bei der Entfernung von Fett – umso korrosiver wird es aber auch, was zu Schäden an Lackierungen führen kann. Gründliches Abspülen ist daher sehr wichtig. Effektiv einsetzen lassen sich alkalische Reiniger aber auch für die Beseitigung von festgetretenem Schlamm.

Sauer: Ein Reinigungsmittel mit einem pH-Wert unter 5 ist sauer und damit eine gute Wahl für anorganischen Schmutz wie Verkalkungen.

Neutral: Neutrale Reinigungsmittel (pH 7) sind weniger aggressiv und enthalten weniger Chemikalien. Das macht sie benutzer- und umweltfreundlicher.

Neutrale Reinigungsmittel sind wirksam gegen alltägliche Verschmutzungen, einschließlich Matsch, auf vielen Oberflächen, eignen sich aber weniger gut für starke Verschmutzungen. Bei fettigem Schmutz oder Fetten sind sie jedoch nicht die richtige Wahl – hier ist ein alkalischer Reiniger besser geeignet.

Kombinierte Desinfektionsreiniger: Bei der Reinigung von organischen Verschmutzungen wie Lebensmitteln und menschlichen Ausscheidungen reduziert dies das Bakterienwachstum – das ist wichtig für die Einhaltung hygienischer Standards.

Tipp!

Weiße Flecken auf dem Boden? Wahrscheinlich stammen sie von einem alkalischen Reiniger, der nicht mit sauberem Wasser abgespült wurde. Daher wischen Sie mit sauberem Wasser nach, um den Reiniger vollständig zu entfernen. Verwenden Sie alternativ ein spülfreies Produkt.